JATROS Gynäkologie & Geburtshilfe 2018/2

OEGGG-JaHrEstaGunG Kongress Handelt es sich um tumorbedingte (Re- zidiv, Tumorpersistenz) oder radiogene Fistelbildungen, die am Darm typischer- weise nach 5–10 Jahren und bei der Harn- blase nach 10–15 Jahren auftreten, ist eine kausale operative Therapie in den allermeisten Fällen nicht möglich, da die strahlentherapiegeschädigte Haut einen effektiven Fistelverschluss nicht zulässt. Es erfolgen eine beidseitige Nephrostomie zur Harnableitung, die Anlage eines Darm- stomas und in hochselektierten Fällen ei- ne palliative Exenteration. Die letzteren Maßnahmen sind definitive Therapien. Gewichtszunahme während und nach antihormontherapie Brustkrebspatientinnen nehmen häufig während einer Chemo- bzw. Antihormon- therapie an Körpergewicht zu. Eine Studie hat bei 1436 Patientinnen mit Brustkrebs den Gewichtsverlauf untersucht. Im Durchschnitt betrug die Gewichtszunah- me im ersten Jahr 0,74kg und im gesam- ten Beobachtungszeitraum 2,39kg. Frauen mit einem BMI 25,0–29,9 wiesen im Durchschnitt gegenüber der Gruppe mit einem BMI <25,0 eine gesteigerte Ge- wichtszunahme von 1,93kg/Jahr auf. Der größte Effekt auf das Gewicht war im 1. Jahr nach Diagnosestellung zu beobachten (p<0,001). Jüngere Patientinnen hatten ein höheres Risiko für eine stärkere Ge- wichtszunahme als ältere. In der Nurses’ Health Study wurde bei Frauen, die nach mehr als einem Jahr post diagnosem eine Gewichtszunahme zwi- schen 0,5 und 2,0kg/m 2 aufwiesen, eine signifikante Verkürzung des brustkrebs- spezifischen Überlebens beobachtet (rela- tives Risiko: 1,35). Diese inverse Relation verstärkte sich bei einer Gewichtszunah- me von >2kg/m 2 . Die Aufklärung darüber, dass Patien- tinnen selbst vom Halten ihres Körperge- wichts oder auch von der bewussten Ge- wichtsabnahme hinsichtlich ihrer Progno- se profitieren, ist für die Beratung durch Gynäkologen von Bedeutung. Übergewicht und Lymphödem Risikofaktoren für die Entstehung eines Lymphödems 20 Jahre nach Mastektomie und axillärer Dissektion sind eine Infekti- on/Verletzung der betroffenen oberen Extremität sowie die Gewichtszunahme seit der Operation. Auch hier können Gy- näkologen sinnvoll unterstützen. ● n Autor: Univ.-Prof. Dr. Edgar Petru Univ.-Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Stellvertreter des Klinikvorstands Klinische Abteilung für Gynäkologie Medizinische Universität Graz E-Mail: edgar.petru@medunigraz.at n● 1215 Literatur: beim Verfasser PHarMa-nEWs Pregnavit® PLus select – die spezielle nährstoffversorgung für Frauen vor, während und nach der schwangerschaft Jetzt mit 100% Quatrefolic® M it Quatrefolic® bietet Pregnavit® PLUS Select jetzt eine speziell entwi- ckelte und patentierte Form des Folats. Was ist das Besondere an Quatrefolic®? Es handelt sich um ein hochwertiges Folat der 4. Generation, das bereits in der biolo- gisch aktiven Form zur Verfügung steht und somit vom Organismus ohne Metabo- lisierung sofort verwertet werden kann. Im Gegensatz dazu muss Folsäure selbst erst mittels enzymatischer Stoffwechsel- vorgänge in Folat umgewandelt werden, damit der Körper es verwerten kann. Diese Funktion ist aber bei rund 50% der Frauen eingeschränkt – was zu einem Folatverlust von bis zu 70% führen kann. Kein Vitamin-B12-Verschleierungs- effekt durch Quatrefolic® Sowohl Vitamin-B12- als auch Folsäu- remangel können zu einer megaloblastä- ren Anämie mit iden- ten hämatologischen Symptomen führen. Bei Einnahme von in- aktiver Folsäure kön- nen im Zuge des Ver- stoffwechslungspro- zesses die Symptome der Anämie maskiert werden (= Verschleierungseffekt). Der Vitamin-B12-Mangel bleibt dennoch be- stehen. Auf die neurologischen Sympto- me eines Vitamin-B12-Mangels, die mit- unter erst später bemerkt werden, hat Folsäure keinen Einfluss und verbessert diese nicht. Da mit Quatrefolic® bereits die aktive Form des Folats aufgenommen wird, ist eine Verstoffwechselung nicht notwendig und ein möglicherweise vor- handener Vitamin-B12-Mangel wird nicht maskiert. Pregnavit® PLUS Select enthält, neben der phasenspezifischen Zusam- mensetzung, in Phase I Cranberryextrakt und in Phase II Traubenkernextrakt so- wie Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA). n Quelle: White Paper, Quatrefolic®, Gnosis, Stand 08/2016 Entgeltliche Einschaltung Mit freundlicher Unterstützung durch die ratiopharm Arzneimittel Vertriebs GmbH AU/OTC-CH/16/0017k Gynäkologie & Geburtshilfe 2/2018 29

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