Fachthema

Patient-Reported Outcome

Blutbildwerte entsprechen bei PV nicht der Symptomlast

Jatros, 01.02.2018

Bericht:
Dr. Ine Schmale
Onkologie | Hämatologie

Die Notwendigkeit einer regelmäßigen Erfassung der Symptome bei der Versorgung von Patienten mit Polycythaemia vera (PV) ging aus den Daten der REVEAL-Studie hervor (ASH 2017, Abstr. #2924).

Die prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie untersuchte erwachsene PV-Patienten in den USA über einen Zeitraum von 36 Monaten mittels Patientenfragebögen und Erfassung der klinischen Daten bei den Kontrollbesuchen. Die REVEAL-Studie schloss 2510 Patienten ein, von denen 2307 Patienten den MPN-SAF zu Studienbeginn ausfüllten und 1813 Patienten innerhalb von 30 Tagen ein großes Blutbild vorliegen hatten.

Das mediane Alter der Patienten betrug 67 Jahre und die mediane Zeit seit PV-Diagnose 4,1 Jahre. Etwa ein Fünftel der Patienten (18,8%) war bereits seit mehr als 10 Jahren an der PV erkrankt. 26,5% der Patienten waren bei Studieneinschluss in kompletter hämatologischer Remission (CHR) und 52,9% hatten einen Hämatokritspiegel =45%. Der durchschnittliche TSS-Score war ähnlich bei Patienten mit und ohne CHR (19,2 vs. 18,7), ebenso wie bei Patienten mit Hämatokritspiegeln = oder >45% (18,5 vs. 19,2) (Abb. 1). Die Schwere der drei häufigsten Nebenwirkungen – Fatigue, frühes Sättigungsgefühl und Inaktivität – war vergleichbar, unabhängig davon, ob Patienten in CHR waren oder nicht (Abb. 1).