Fachthema

St. Gallen Gastrointestinal Cancer Conference 2018

Leading Opinions, 16.11.2017

Interview-Partner:
Prof. Dr. med. Florian Otto
Hämatologie und internistische Onkologie
Tumor- und Brustzentrum ZeTuP, St. Gallen
E-Mail: florian.otto@zetup.ch
Interview geführt von:
Mag. Alice Kment

Onkologie | Gastroenterologie

Im März 2018 findet zum vierten Mal die St. Gallen Gastrointestinal Cancer Conference (GICC) statt. Wir sprachen vorab mit Prof. Dr. med. Florian Otto, Leiter des ZeTuP St. Gallen, der zusammen mit seinem Kollegen Prof. Manfred Lutz aus Saarbrücken das Meeting organisiert.

Herr Professor Otto, was dürfen die Teilnehmer von der anstehenden Veranstaltung erwarten?
F. Otto:
Wie schon beim ersten GICC vor sechs Jahren haben wir diesmal wieder einen Schwerpunkt auf das Thema Ösophagus- und Magenkarzinom gelegt. Auf dem Gebiet hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Einerseits gibt es in der Diagnostik neue molekulare Klassifikationen, die die Frage aufwerfen, welche Auswirkungen sie auf die Therapie haben. Andererseits gibt es auch neue Therapieverfahren, wie z.B. die Taxanhaltigen perioperativen Therapien beim Magenkarzinom. Hier stellt sich die Frage, ob diese Therapien für alle Patienten geeignet sind.

Stehen die Referenten für den Kongress bereits fest?
F. Otto:
Ja, das Programm mit internationalen Experten ist bereits fixiert und online abrufbar (www.oncoconferences. ch). Die Keynote Lecture wird Fatima Carneiro halten, eine Pathologin aus Portugal, die über genetische Veranlagungen von Magenkarzinomen sprechen wird.

Welche Informationen zur Veranstaltung möchten Sie sonst noch an Ärzte weitergeben?
F. Otto:
Das Konsensus-Meeting am Samstag ist natürlich ein wichtiger Fixpunkt des Meetings. Zwischen 20 und 30 Panelmitglieder werden versuchen, einen Konsensus zur optimalen Therapie des Ösophagus- und Magenkarzinoms zu finden. Ich freue mich schon sehr auf das kommende Meeting und hoffe, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen daran teilnehmen werden.

Vielen Dank für das Gespräch!